Mitmachen, jetzt!!!

13.12.2016

In der kommenden Zeit ist es geplant, eine Seniorenvertretung in der Stadt Jerichow zu bilden.

Alle Seniorinnen und Senioren sind aufgerufen, sich aktiv an der Arbeit der Seniorenvertretungen zu beteiligen.

 

Seniorenvertretungen in den Städten und Kommunen sollen die Verwaltungen und die Öffentlichkeit auf Probleme der Seniorinnen und Senioren hinweisen und an deren Lösungen mitarbeiten. Sie informieren über die aktuellen Situationen der älteren Generation durch Veranstaltungen und Publikationen in der örtlichen Presse. Denn Altern verlangt Mut. Mut für seine Rechte zu kämpfen und seine Pflichten übernehmen zu dürfen. Ältere wollen und sollen in der Gesellschaft, doch besonders auf kommunaler Ebene, mitwirken, mit-sprechen, mit-überlegen, mit-verantworten und mit-entscheiden. Altern verlangt Mut, sich zu Wort zu melden, wenn im kommunalen Bereich keine Rücksicht auf die alternde Gesellschaft genommen wird. Festgezurrte Seniorenmitwirkung hat besonders auf Gemeindeebenen einen positiven Effekt. Ältere Menschen in die Gestaltung ihrer Umgebung einzubeziehen, ist sehr sinnvoll. Nur sie können beurteilen, ob etwa Wege zu weit oder Einrichtungen für sie nicht zugänglich sind. Wenn zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr die Bedürfnisse älterer Menschen nicht berücksichtigt.

 

Die im Kreis Jerichower Land bestehenden Seniorenvertretungen demonstrieren dies bereits mit Erfolg. So trifft der Genthiner Bürgermeister sich monatlich mit „seiner“ Seniorenvertretung. Dabei werden aktuelle Themen angesprochen und Vorschläge zur Veränderung diskutiert. In Gommern werden regelmäßige Sprechstunden durch die Seniorenvertretung abgehalten, umso älteren Menschen Rat und Hilfe zu geben. Öffentliche Vorträge, organisiert durch die Vertretungen der Seniorinnen und Senioren wie in Burg und Gommern finden großen Zuspruch. Dort werden Themen behandelt, die für Menschen über 65 Jahren sehr wichtig sind.

 

Oft wird die Frage gestellt, ob die Gruppe der über 60-jährigen nicht in Parteien, Verbänden, Gewerkschaften nicht überrepräsentiert ist. Wer sich in einer Partei engagiert, hat deswegen doch nicht die Rechte einer Generation im Blick – sondern Sachthemen von Bildung über innere Sicherheit bis zur Gesundheit.

 

Deshalb ist es wichtig, wenn gerade ältere Menschen von „außen“, nicht als gewählte Vertreter der Kommunen, die Situationen betrachten.

 

Es müssen aber Menschen vorhanden sein, die für so eine Vertretung arbeiten wollen! Es soll nichts übergestülpt werden und nur der Form halber muss auch keine solche Vertretung gebildet werden.

 

Karl-Heinz Koszior

Vorsitzender der Kreisseniorenvertretung des Jerichower Landes